Kunsthaus Zürich: Stunde Null – Kunst von 1933 bis 1955; bis 22.09.19

In diese Zeit des Umbruchs in der Politik – Faschismus, Krieg, Zerstörung, Wiederaufbau – fällt auch ein Umbruch in der bildenden Kunst: Vom Figürlichen zum Abstrakten (als voherrschende Kunstströmung). Die Frage, ob dieser Mainstream (auch schon Westkunst genannt wie eine Ausstellung in Köln 1981) auch in Zukunft die Hauptströmung bleiben wird, kann diese Ausstellung wohl nicht beantworten.

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Opernaus: Ballett für Alle am 22.06.19

Das Opernhaus zeigt live und gratis Ballett für Alle in einer spektakulären Projektion auf eine Riesenleinwand mit exzellenter Akustik auf dem Sechseläutenplatz: Romeo und Julia von Sergej Prokofjew ab 20:00 (Einführung ab 18:00). Tipp: Früh gehen, Klappstuhl mitnehmen.

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Fotostiftung Winterthur – Salvatore Vitale: „How to Secure a Country“ vom 23.02.19 bis 26.05.19 – Spezialveranstaltungen am 12. und 19.05.19

Zu der im Blog am 21.02.19 publizierten Ausstellung gibt es zwei Spezialveranstaltungen:

Sonntag, 12. Mai, 11.30 Uhr Podiumsgespräch: Tracing Security in Late Modernity: From Investigative Processes to Media Exploration. Susan Schuppli (Künstlerin und Forscherin, Reader und Director am Centre for Research Architecture, Goldsmiths) im Gespräch mit Salvatore Vitale und Lars Willumeit (in englischer Sprache).

Sonntag, 19. Mai, 11 Uhr Performance-Vortrag: What, How and for Whom? Data Collection in the Name of Security. Mit Sicherheitsfachleuten und Datenexperten, organisiert von Opendata.ch (in englischer Sprache).

Max Bill und die Zürcher Konkreten (gemeint sind Loewensberg, Graeser, Hinterreiter, Lohse)

„Max Bill und die Zürcher Konkreten“ heisst eine Ausstellung im Kunstmuseum Winterthur, die noch bis zum 2.02.20 dauert.

In der Ausstellung werden Werke nicht nur von Max Bill, sondern auch von Verena Loewensberg, Camille Graeser, Hans Hinterreiter und von unserm langjährigen, aktiven und streitbaren K+V-Mitglied Richard Paul Lohse gezeigt!

Grab von Richard Paul Lohse und seiner Familie auf dem Friedhof Sihlfeld – Foto von Berger / Wikimedia commons

Fotos der Fotografin Gertrud Vogler im Restaurant Tantpis

Im Restaurant Tantpis an der Konradstrasse 73 in Zürich werden Bilder der Fotografin Gertrud Vogler (1936 – 2018) in einer Werkschau gezeigt. Gertrud Vogler arbeitete unter anderem von 1981 bis 2003 für die WoZ (Wochenzeitung). Ihre Fotos werden nun vom Sozialarchiv Zürich erschlossen und digitalisiert.

Programm:

Arbeit: Montag, 29 April bis Samstag, 11. Mai;
Allerlei: Montag, 13. Mai bis Samstag, 1. Juni
Bewegig 1980 / Wohlgroth / Wohnige: Montag, 3. Juni bis Samstag, 22. Juni

Informationen:

Text in der Zeitung Vorwärts

Text in der WoZ

Sozialarchiv

Restaurant Tantpis

100 Jahre Bauhaus

Zum hundertsten Geburtstag des Bauhauses zeigt das Filmpodium zwischen dem 21.05.19 und dem 08.06.19 mehrere Filme zum Bauhaus und zu Max Bill.

Foto: Mewes / Wikimedia commons 2003

Text des Filmpodiums:

Bauhaus und Max Bill

Vor 100 Jahren, im Sommer 1919, begann mit der Gründung des Bauhauses in Weimar die Geschichte der wohl berühmtesten Kunsthochschule überhaupt. Neben traditionelle Kunstdisziplinen traten auch neuere wie Fotografie und Film. Vier Programme zeigen, wie der Film am Bauhaus verstanden wurde; sie werden ergänzt durch ein Filmporträt des Zürcher Bauhaus-Schülers Max Bill.

In eigener Sache: Suche nach früheren Mitgliedern

Im Moment läuft unsere Postkartenaktion. Von einigen früheren Mitgliedern konnte mit Hilfe der letzten Mitgliederlisten von etwa 1990 und des elektronischen Telefonbuchs der Swisscom die Adresse entweder bestätigt oder aktualisiert werden. Diese Mitglieder, deren e-Mail-Adresse in den meisten Fällen nicht bekannt ist, erhalten in diesen Tagen eine Postkarte mit der Bitte um Registrierung entweder wieder als Mitglied oder doch wenigstens als Newsletter-Abonnent/in.

Postkarten-Aktion April 2019

Die Sendung ist mit der Kultur-und-Volk-Briefmarke frankiert.

Kultur-und-Volk-Briefmarke

Helfer/innen gesucht: Wer frühere Mitglieder unserer Vereinigung kennt, die einem Wiedereintritt nicht abgeneigt sind, ist höflich gebeten, uns dies mitzuteilen!

In diesem Zusammenhang möchten wir uns bei all jenen entschuldigen, deren Adresse wir nicht wieder gefunden haben. Wir konnten nur Adressen berücksichtigen, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit den Adressen der 90er Jahre identisch sind. d.h. wir mussten Adressen von umgezogenen Mitgliedern, die entweder weit weg gezogen sind oder die sehr häufig vorkommende Namen haben, ausschliessen, um Verwechslungen zu vermeiden.

Fotostiftung Winterthur – Salvatore Vitale: „How to Secure a Country“ vom 23.02.19 bis 26.05.19

Text der Fotostiftung:

„Die Schweiz gilt gemeinhin als eines der sichersten Länder der Welt – und als ein Beispiel für Effizienz und Produktivität. Aber wie gewährleisten staatliche und private Einrichtungen dieses wertvolle Gut, das ebenso ein Grundbedürfnis wie ein Milliardengeschäft ist? Und wieviel Freiheit sind wir als Bürger bereit, für unsere Sicherheit preiszugeben? Salvatore Vitale (geb. 1986 in Palermo, lebt in Lugano und Zürich) untersucht in seinem mehrjährigen visuellen Forschungsprojekt die Mechanismen, die diesem Präventions- und Abwehrschild zugrunde liegen. Die vielfältigen daran beteiligten Akteure – Polizei, Militär, Zoll- und Migrationsbehörden, Wetterdienste, IT-Unternehmen und Forschungseinrichtungen für Robotics und Artificial Intelligence – unterzieht er dabei einer eingehenden Betrachtung. Die Ausstellung macht die mitunter verborgene und oftmals abstrakte Herstellung von Sicherheit auf sinnliche Weise erfahrbar, in einem Parcours, der Fotografien, aber auch Datenanalysen und eine sensorbasierte Installation einschliesst. Sie versteht sich als aktuellen künstlerischen Debattenbeitrag in einer Gesellschaft, die sich mit wachsenden Bedrohungen – real oder wahrgenommen – durch Terrorismus und Cyber-Kriminalität, Überwachung und Datenmissbrauch konfrontiert sieht. Die Fotostiftung Schweiz präsentiert die erste umfassende Ausstellung dieser Arbeit des Schweizer Künstlers italienischer Abstammung.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation bei Lars Müller Publishers.“

Buch: Wie reden die Rechten?

Dieses Buch kommt zur rechten Zeit. Es heisst genauer „Die Rhetorik der Rechten„, die Autorin ist Franziska Schutzbach (sie forscht auf diesem Gebiet), und erschienen ist es in der Edition Xanthippe.

Aus dem Klappentext: „Rechte Weltanschauungen haben Aufschwung. Das hat verschiedene Gründe. Einer ist, dass eine spezifische rechtspopulistische Rhetorik rechte bis rechtsextreme Weltanschauungen wieder gesellschaftsfähig gemacht hat. Diese Rhetorik baut unter anderem darauf, die Grenzen zwischen Konservatismus und rechtsnationalistischen Positionen zu verwischen und extreme Positionen unkenntlich zu machen. Dadurch werden diese mit der bürgerlichen Mitte kompatibel. Teile dieser Mitte haben sich radikalisiert, ohne dass es «rechts» wirkte.“

Und: „Im Buch geht es nicht zuletzt auch um die Frage, was wir gegen rechtspopulistische Rhetorik tun können: Welche Gegenstrategien gibt es?“

Das Buch kostet 20 Franken und kann z.B. in der Buchhandlung Waser (bei Monika Waser und Ruedi Moser von der Friedensbewegung) bestellt werden.

Von Froschauer zu Orell Füssli oder die Geschichte des Buchdrucks in Zürich, Ausstellung vom 21.02.19 bis 22.04.19

Unter dem Namen „Von der Bibel zur Banknote – Drucken seit 1519“ ist im Nationalmuseum (früher Landesmuseum genannt) eine Ausstellung über den Zürcher Buchdruck zu sehen.

Zitat: „Begonnen hat dessen (gemeint ist Orell Füssli – admin) Geschichte vor 500 Jahren mit Christoph Froschauer, der mit der Produktion einer Bibel berühmt wurde“. Dieser Satz wird allerdings Froschauer nicht gerecht. Christoph Froschauer war nicht nur Buchdrucker, sondern er gehört zusammen mit Zwingli zu den grossen Aufklärern des späten Mittelalters.

Portrait von Christoph Froschauer (1490-1564), Wandgemälde am Orell Füssli Hauptsitz in Zürich-Wiedikon, Martin Sauter unter wikimedia commons

Der Buchdruck, von Gutenberg in Mainz um 1450 wieder erfunden (erster bekannter Buchdruck in China im Jahr 868), war an sich schon ein Akt der europäischen Aufklärung, denn er legte den Grundstein für die Ueberwindung des Analphabetismus und die Ausweitung von Wissen in breiten Volkskreisen und wurde somit ein neues Produktionsmittel. Nur so konnten sich die Ideen des Kapitalismus und des Sozialismus überhaupt verbreiten.

Froschauer kann jedoch nicht auf den Bibeldruck reduziert werden; er war ein Wissensvermittler. Zitat aus Hans Rudolf Lavater-Briner, Die Froschauer Bibel 1531:

„1543 erschien ein Verlagskatalog mit 216 Titeln. Das Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts (VD 16) kennt über 770 Drucke, darunter 67 deutsche Bibel(teil)ausgaben, altsprachliche Bibel(teil)ausgaben, Bibelkommentare, Einblattdrucke und -kalender, Gesangbücher (seit 1559 mit Notentypen), theologische und sonstige gelehrte Werke (Bibliander, Bullinger, Fries, Geßner, Gwalter, Jud, Lavater, Mahler, Oekolampad, Pellikan, Stumpf [Schweizer Chronik 1547/48 mit fast 4000 Abbildungen], Vadian, Vermigli, Zwingli), römische und griechische Klassiker, Akzidenzdrucke für Kirche und Staat (bis 1537 auch fast alle Berner Reformatorica), etc.“

Darüber hinaus war seine Druckerei ein Debattierclub für die Gelehrten der Zeit, in dem gemeinsam nicht nur sprachliche Probleme von Uebersetzungen, sondern auch die Klassiker der Antike intensiv diskutiert wurden – also ein eigentlicher Vorläufer der übrigens erst 1833 nach der französischen Revolution gegründeten Universität Zürich. Schon 1525 wurde in Zürich eine theologisch-philosophisch-philologische Schule (Collegium Carolinum) gegründet, später kamen eine juristische und eine medizinische Schule dazu.

Vor 75 Jahren wurde Leningrad befreit – dazu wieder einmal Schostakowitschs 7. hören!

Vor 75 Jahren – am 27.01.44 – wurde Leningrad befreit, d.h. es wurde der Blockadering der sogenannten deutschen „Wehrmacht“ – in Wirklichkeit eine Terrororganisation sondergleichen – und der finnischen Hilfstruppen im Norden unter dem Hitler-Freund Mannerheim durchbrochen.

Dazu Wikipedia in „Leningrader Blockade„: „Schätzungen gehen von etwa 1,1 Millionen zivilen Bewohnern der Stadt aus, die infolge der Blockade ihr Leben verloren. Die meisten dieser Opfer verhungerten. Die Einschließung der Stadt durch die deutschen Truppen mit dem Ziel, die Leningrader Bevölkerung systematisch verhungern zu lassen, gilt als eines der eklatantesten Kriegsverbrechen der deutschen Wehrmacht während des Kriegs gegen die Sowjetunion.“

Schostakowitsch – selbst zuerst in Leningrad eingekesselt, nach mehrmaligen Versuchen, als Soldat in die sowjetische Armee oder als Feuerwehrmann in die Feuerwehr aufgenommen zu werden, evakuiert – schrieb seine grossartige 7. Sinfonie (Leningrader Sinfonie) zu Ehren der Eingekesselten. Schostakowitsch dazu: „Ich widme meine Siebente Sinfonie unserem Kampf gegen den Faschismus, unserem unabwendbaren Sieg über den Feind, und Leningrad, meiner Heimatstadt …“ Die Partitur wurde dann nach Leningrad geschmuggelt und dort – zum Teil mit Laienmusikern, weil die Musiker des Sinfonieorchesters teils evakuiert, teils an der Front, teils verhungert und teils zu schwach für eine Aufführung waren – in der Leningrader Philharmonie aufgeführt.

Dmitri Shostakovich’s portrait, in the audience at the Bach Celebration of July 28, 1950. Photo by Roger & Renate Rössing. Aus wikimedia commons, Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Dieser Text aus einer Seite der „4. Internationale“ – mit einigen diskutabeln Formulierungen – beschreibt die Geschichte und Aufführung der Sinfonie sehr gut.

Im Netz sind zahlreiche Hinweise zu verschiedenen CD-Aufnahmen zu finden, z.B. hier.

Wir freuen uns hier um jeden Beitrag – vielleicht kann jemand eine Aufführung speziell empfehlen?

Zwingli zum Zweiten, Gottfried Keller und Alfred Escher – nachzulesen bei Konrad Farner!

Im Zusammenhang mit dem sehr sehenswerten Film über Zwingli und der bevorstehenden Ausstellungen über Gottfried Keller (01.03.-26.05.19 im Strauhof) und Alfred Escher (Wanderausstellung vom 16.08.-27.10.19) bin ich auf ein grossartiges kleines Buch von Konrad Farner gestossen: Zürichs Geschichte – Chronik einer Manteldemokratie.

Das Buch beschreibt auf nur 60 Seiten die Geschichte der Stadt Zürich zwischen 929 und 1956 und deren Beziehungen zur Umgebung mit einer unglaublichen Präzision und Eindrücklichkeit. Zugleich ist es eine Lektion des dialektischen Materialismus im allerbesten Sinn. Karl Marx und Friedrich Engels hätten wahrscheinlich ihre helle Freude an diesem kleinen Werk. Es müsste an der Uni Zürich Pflichtlektüre für alle Geschichts- und Philosophiestudenten werden.

Der Essay ist die erweiterte Form einer Rede, die Konrad Farner (unser langjähriges und aktives Mitglied, einer der besten Philosophen und Kunsttheoretiker der Schweiz) zur 600-Jahr-Feier von Zürichs Beitritt zum Eidgenössischen Bund hielt. Konrad Farner schreibt: „Der Restbestand der vom Autor im Selbstverlag herausgegebenen Erstausgabe wurde im November 1956 von randalierenden Faschisten [anlässlich des von der NZZ unterstützten Thalwiler Pogroms – Anmerkung von K+V] öffentlich verbrannt“.

Das Büchlein erschien dann 1971 wieder bei der Verlagsgenossenschaft Zürich und wurde von Buch 2000, Affoltern am Albis, ausgeliefert, später in einer 2. Auflage beim Limmat Verlag. Leider ist es vergriffen und nur noch in verschiedenen Bibliotheken und antiquarisch erhältlich.

PS: Einige Zitate von Gottfried Keller aus dem Buch:

Anlässlich eines Zugs von Knaben durch ein zürcherisches Textildorf – während aus öden Farikfenstern ihnen schmale, kranke Kindergesichter traurig nachblicken – schreibt Keller: „Wessen Kinder sind nun dies? Wollen wir sagen, der Unfreien? Das geht nicht; denn ihre Väter, die auch in der Fabrik arbeiten, haben das Recht, zu den Wahlen zu gehen, wie die Väter der andern; ja, sie werden vom Fabrikherrn sogar dazu aufgeboten; nur ist ihnen zu raten, dass sie so stimmen, wie ihnen anempfohlen wird.“

Oder: „Es wird eine Zeit kommen, wo in unserem Lande, wie anderwärts, sich grosse Massen Geldes zusammenhängen, ohne auf tüchtige Weise erarbeitet oder erspart worden zu sein; dann wird es gelten, dem Teufel die Zähne zu weisen; dann wird es sich zeigen, ob der Faden und die Farbe gut sind an unserm Fahnentuch!“ (Ich empfehle diesen Text insbesondere auch den Blocher-Gläubigen.)

Manifest für Gegenkultur in Deutschland

In Deutschland ist im Dezember 2018 der Entwurf für ein „Manifest für Gegenkultur“ vorgestellt worden. Dieses Manifest deckt sich fast vollständig mit den Intentionen von Kultur und Volk – wir werden mit den Initianten Kontakt aufnehmen.

Das Manifest ist von der Redaktionsgruppe der nun wieder aktiven Zeitschrift für Kultur „Melodie & Rhythmus“ publiziert worden, deren Lektüre grosse Freude bereitet, denn hier sprechen Künstler, Kunsttheoretiker und Kulturpolitiker Klartext!

Film über den Reformator (und Revolutionär?) Ulrich Zwingli ab 17.01.19

Am 17.01.19 beginnt in Zürich der Film über Zwingli zu laufen. Zwingli wird im Film auch als Antikapitalist und Revolutionär dargestellt, gleichzeitig als Person mit vielen Widersprüchen in einer Zeit grosser Umbrüche. Die ganze Dialektik wird also einmal nicht unterdrückt. Wir werden sehen.

Interessantes Interview mit der Drehbuchautorin Simone Schmid im Kirchenboten!

Die bisherigen Kritiken in der NZZ und im Tagesanzeiger gehen wie üblich den entscheidenden Fragen aus dem Weg, sie zeigen höchstens das weiter sinkende Niveau dieser beiden Zeitungen.

Uebrigens hat Konrad Farner, ein aktives Kultur-und-Volk-Mitglied, brillanter Marxist, Philosoph, Publizist, Kunsttheoretiker, Führer durch zahlreiche Kunstausstellungen für Kultur und Volk, viele Texte über Zwingli publiziert. Wir werden hier vielleicht später einige Hinweise veröffentlichen.

Filmpodium: 2 sowjetische Stummfilme und ein antifaschistischer Film aus den USA

Im Filmpodium ist ein ein Film aus der Zeit vor der Unterdrückung der antifaschistischen und kommunistischen Autoren und Filmregisseure durch das HUAC (Komitee für unamerikanische Umtriebe) zu sehen: https://www.filmpodium.ch/film/169423/the-sea-wolf . Der Film läuft am Di 08.01.19, Fr 11.01.19 und Sa 19.01.19.

Die beiden Filme aus der Sowjetunion gehören zur Reihe „Das erste Jahrhundert des Films / Stummfilmfestival 2019“:

„Der lebende Leichnam“, Deutschland / UdSSR 1929, Regie Fjodor Ozep, am So 06.01.19 https://www.filmpodium.ch/film/169379/der-lebende-leichnam

„Trümmer eines Imperiums“ UdSSR 1929, Regie Friedrich Ermler, mit Alexander Schiwow am Flügel (live), am Mi 23.01.19 https://www.filmpodium.ch/film/169385/truemmer-eines-imperiums

Buch: Kurt Guggenheim „Alles in Allem“ mit Illustrationen von Hannes Binder – der grosse Roman über Zürich

Vor kurzem ist der grosse Roman über die Stadt Zürich neu erschienen – mit faszinierenden Illustrationen von Hannes Binder: https://thgutverlag.lesestoff.ch/detail/ISBN-9783857172724/Guggenheim-Kurt/Alles-in-Allem?bpmctrl=bpmrownr.2%7Cforeign.266204-1-0-266693%3A270826%3A251390 Zu Kurt Guggenheim siehe die Seite des Herausgebers Charles Linsmayer http://www.linsmayer.ch/autoren/G/GuggenheimKurt.html

200 Jahre Karl Marx – nicht verpassen!

Karl Marx (1818-1883) ist zweifellos zusammen mit seinem Freund Friedrich Engels (1820-1895) und tatkräftig unterstützt von seiner Frau Jenny Marx (1814-1881) der wichtigste Philosoph der Neuzeit. Er hat nicht nur philosophiert, sondern auch zusammen mit Friedrich Engels und Jenny und seinen Nachkommen und Freunden die Welt entscheidend verändert.

Die Gruppe um Christa Weber, die am Fest auftreten wird, ist bekannt für ihre witzigen und scharfsinnigen Auftritte.

Deshalb nicht verpassen: Sonntag 2. Dezember ab 14:30 im Volkshaus Zürich, weisser Saal!

Emil Acklin – Fotografie als Klassenkampf, Ausstellung im Stadtarchiv Zürich bis 18.01.19

Noch bis zum 18. Januar 2019 ist im Stadtarchiv Zürich am Neumarkt 4 im Parterre die ausserordentlich sehenswerte Ausstellung „Emil Acklin – Fotografie als Klassenkampf“ zu sehen.
Das Stadtarchiv zeigt immer wieder interessante Ausstellungen. Diese Ausstellung ist speziell interessant, da es sich bei Emil Acklin nicht nur um einen exzellenten Fotografen handelt, sondern die Fotos auch wichtige und leider seltene Zeugen der Arbeits- und Lebenswelt der Zürcher Arbeiterinnen und Arbeiter sind.
Der Eintritt ist gratis. Weitere Infos.. Oeffnungszeiten Montag bis Freitag von 8.00 bis 18.00 Uhr und Samstag von 10.00 bis 16.00 Uhr.
Publikation zur Ausstellung.

Chor Kultur und Volk

1974 wurde innerhalb der Vereinigung „Kultur und Volk“ von Christoph Keller ein Chor mit gleichem Namen gegründet. Der Chor hat sich von der Vereinigung losgelöst, nachdem diese eingeschlafen war.

Der Chor existiert bis heute. Seine Konzerte sind exzellent, seine musikalische Qualität hoch und seine Auftritte  immer sehr abwechslungsreich und temperamentvoll. Der Chor wird heute von Ines Bauer geleitet; sie ist auch die Leiterin des Chores Tigersprung.

Die letzten Konzerte des Chores „Kultur und Volk“ fanden am 7. April 2018 im Kosmos und am 14. und 15. April 2018 im Maxim Theater statt. Thema: combattete – unentbehrliche Lieder über Migration – Ueberleben – Widerstand (Lieder von Brecht / Eisler und internationale Arbeiter- und Volkslieder zum Thema, mit Andrea Kirchhofer, Geige).

Noch nicht klar ist, ob der Chor wieder wie früher am Hofgesang teilnimmt – einer Reihe mit zahlreichen Chorkonzerten verschiedenster Chöre in Zürcher Hinterhöfen – sehr empfehlenswert. (Der 7. Zürcher Hofgesang findet vom 12. Mai bis zum 13. Juni 2018 statt).

PS: In Basel gibt es einen gleichnamigen Chor, der sich ebenfalls aus der gleichnamigen (jedoch von Zürich unabhängigen) Basler Vereinigung „Kultur und Volk“ gebildet hat, der eine ähnliche Geschichte und ein teilweise ähnliches Repertoire wie der Zürcher Chor hat.

Links:

Zürcher Chor „Kultur und Volk“: http://www.kuv.ch
Geschichte des Zürcher Chors im Sozialarchiv: http://findmittel.ch/archive/archNeu/Ar585.html
Hofgesang Zürich: http://www.hofgesang.ch/
Basler Chor „Kultur und Volk“: http://www.chorkulturundvolk.ch/Kultur_%26_Volk/Home.html